Nicole Wacker ist seit der Spielzeit 2024/2025 Teil des Ensembles des Theater Bonn. In dieser Spielzeit ist sie als Oberto in einer Neuproduktion von Händels "Alcina", als Königin der Nacht in der Zauberflöte, als The Scientist in der Pop-Oper "Vespertine" nach Björks gleichnamigem Album und als Danica in Ana Sokolovics gleichnamiger Kammeroper "Svadba" zu sehen. Ihr Deutschland-Debut gab sie 2024 am Aalto Musiktheater Essen in einer Neuproduktion der "Zauberflöte" als Königin der Nacht. Diese Rolle debütierte sie mit grossem Erfolg in der OperaLombardia Tournée (Teatro Sociale di Como, Teatro Ponchielli di Cremona, Teatro Grande di Brescia und Teatro Fraschini di Pavia), und zog mit der Produktion weiter ans Teatro Verdi di Trieste, unter dem Dirigat von Beatrice Venezi. Zuvor war sie in einer Produktion von "Il Barbiere di Siviglia" am Teatro alla Scala als Berta zu sehen. 2021-2023 war sie Teil der Accademia Teatro alla Scala wo sie unter anderem Lisette Oropesa in der Rolle der Lucia Ashton coverte und Pierangelo Valtinonis "Il Piccolo Principe" in den Rollen "Madre", "Rosa" und "Vanitosa" uraufführte. Im Dezember 2022 war sie Serafina in der Oper "Chiara e Serafina" beim Donizetti Opera Festival im Teatro Sociale di Bergamo. Im Sommer 2022 debütierte sie im Opernstudio der Bregenzer Festspiele 2022 in der Rolle der Armida in Joseph Haydns gleichnamiger Oper. Anfang 2023 wurde sie Preisträgerin des AsLiCo-Wettbewerbes in Como, wo sie mit der Rolle der Königin der Nacht ausgezeichnet wurde.
Ihre Ausbildung absolvierte sie mit einem Bachelor und zwei Masters (Performance und Specialized Solist) jeweils mit Auszeichnung an der Hochschule der Künste Bern bei Prof. Christian Hilz. Während des Studiums war sie Preisträgerin der Friedl Wald Stiftung., der Kiefer Hablitzel Stiftung und genoss während ihrer Zeit an der Scala di Milano die grosszügige Unterstützung der Hannes-Müller.-Stiftung.
Während des Studiums nahm Wacker wiederholt an den Meisterkursen der Austria Barock Akademie teil und pflegt das Repertoire der Alten Musik mit Hingabe. Sie hatte die Gelegenheit, mit Susanne Rydén, Roberta Mameli u.v.m. zu arbeiten. Andere Meisterkurse führten sie mit Dame Emma Kirkby, Michael Volle, Sophie Raynaud, Martina Jankova, Vesselina Kasarova, und Capucine Chiaudani zusammen. In der Kunstform Lied erhielt sie Impulse von Thomas Hampson, Gerard Wyss und Ivo Kahànek.
Im Rahmen der Accademia Teatro alla Scala wurde sie u.a. von Luciana D'Intino, Pietro Spagnoli, Vincenzo Scalera und Michele D'Elia ausgebildet, bekam aber auch Impulse von Gregory Kunde, Michele Pertusi, Barbara Frittoli und Alexandre Dratwicki. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sesto Quatrini, Evelino Pidò, Vitali Alekseenok, Oliver Diaz und Roberto Abbado vervollständigte die Ausbildung. Mit letzterem pflegt Wacker noch immer eine Zusammenarbeit, und wurde von ihm nach erfolgreicher Kooperation am Teatro lirico di Milano bereits ans Teatro Comunale Bologna und ans Teatro Carlo Felice di Genova eingeladen.
Als Preisträgerin des AsLiCo Wettbewerbs durfte sie zudem Meisterkurse mit Silvia Dalla Benetta und Maria Grazia Schiavo absolvieren.
Die Preisträgerkonzerte der Austria Barock Akademie führten sie nach Wien in das ORF Radiokulturhaus, nach Schwetzingen an die Winterfestspiele des Theater und Orchester Heidelberg und nach Stockholm ans Queen Christina Festival. Mit besonderer Zuwendung widmet sie sich dem Werk der venezianischen Komponistin Barbara Strozzi, die sie auch zu ihrem eigenen Konzept BarockBar inspirierte.
Im Herbst 2018 gewann Nicole Wacker den ersten Preis sowie einen Sonderpreis für ihre Interpretation von Clara-Schumann-Liedern am Wettbewerb der Karkhiv Assemblies in der Ukraine. Mit Benjamin Brittens Liedzyklus „On this Island“ (Op. 11) war sie an der Pride in Bern sowie in der Grande Société de Berne zu Gast. Grosse interpretatorische Hingabe gilt im deutschen Lied den Mignon-Vertonungen von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf, denen sie auch ihre Bachelor-Thesis gewidmet und dafür die Bestnote erhalten hat. Mit Liedern von Britten und Fauré war sie auch im Prager Rudolfinum als Abschluss des Liedmeisterkurses von Martina Jankovà zu erleben.
Copyright Foto: Theater Bonn Bettina Stöss (Die Zauberflöte, 2025)



