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BIOGRAPHIE

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Nicole Wacker ist seit der Spielzeit 2021/22 Teil der renommierten Accademia Teatro alla Scala in Mailand und war bereits in ihrer Produktion von "Thaïs" als Charmeuse, und "Cenerentola per i bambini" als Clorinda zu erleben und wird in der Saison 2022/23 in der Kinderoper "Il piccolo principe" auftreten. Sie debütiert im Sommer 2022 bei den Bregenzer Festspielen (Opernstudio) mit einer Produktion von Joseph Haydns "Armida" in der Titelrolle. Zudem ist sie 2022 Teil des Donizetti Opera Festivals in Bergamo mit einer Produktion der lang vergessenen Donizetti-Oper "Chiara e Serafina".

 

1995 in Zürich geboren, kam sie bereits im Alter von sechs Jahren durch den Kinderchor des Opernhauses Zürich mit klassischer Musik in Kontakt. 2013-2015 war sie Teilnehmerin des kantonalen Spitzenförderungsprogramms Musik Aargau. In dieser Zeit hatte sie auch ihre ersten Erfolge an den regionalen und nationalen Jugendmusikwettbewerben. Im Herbst 2015 begann sie ihr Studium für klassischen Gesang an der Hochschule der Künste Bern (HKB) bei Prof. Christian Hilz. Sie schloss sowohl ihren Bachelor als auch ihren Master Performance mit Bestnote ab und befindet sich derzeit im Master Specialized Performance.

 

Seit 2015 nimmt Wacker an den Meisterkursen der Austria Barock Akademie teil und pflegt das Repertoire der Alten Musik mit Hingabe. Sie hatte die Gelegenheit, mit Susanne Rydén, Roberta Mameli, Christian Hilz u.v.m. zu arbeiten. Andere Meisterkurse führten sie mit Dame Emma Kirkby, Michael Volle, Sophie Raynaud und Capucine Chiaudani zusammen. In der Kunstform Lied erhielt sie Impulse von Thomas Hampson, Martina Jankovà, Gerard Wyss und Ivo Kahànek. Im Rahmen der Accademia Teatro alla Scala wird sie u.a. von Luciana D'Intino, Pietro Spagnoli, Vincenzo Scalera und Michele D'Elia ausgebildet, arbeitete aber auch mit Roberto Abbado und Gregory Kunde zusammen.

 

Die Preisträgerkonzerte der Austria Barock Akademie führten sie nach Wien in das ORF Radiokulturhaus, nach Schwetzingen an die Winterfestspiele des Theater und Orchester Heidelberg und nach Stockholm ans Queen Christina Festival. Mit besonderer Zuwendung widmet sie sich dem Werk der venezianischen Komponistin Barbara Strozzi, die sie auch zu ihrem eigenen Konzept BarockBar inspirierte. 

Im Herbst 2018 gewann Nicole Wacker den ersten Preis sowie einen Sonderpreis für ihre Interpretation von Clara-Schumann-Liedern am Wettbewerb der Karkhiv Assemblies in der Ukraine. Mit Benjamin Brittens Liedzyklus „On this Island“ (Op. 11)  war sie an der Pride in Bern sowie in der Grande Société de Berne zu Gast. Grosse interpretatorische Hingabe gilt im deutschen Lied den Mignon-Vertonungen von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf, denen sie auch ihre Bachelor-Thesis gewidmet und dafür die Bestnote erhalten hat. Mit Liedern von Britten und Fauré war sie auch im Prager Rudolfinum als Abschluss des Liedmeisterkurses von Martina Jankovà zu erleben.

 

September 2018 hatte sie ihr Bühnendebut als Konstanze in der Operella-Produktion von Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Eine weitere wichtige Rolle in ihrem Repertoire stellt die Königin der Nacht dar, mit der sie im Sommer 2020 hätte bei den Opernspielen Munot Schaffhausen debütieren sollen, was aber aus bekannten Gründen verschoben werden musste, und sich nun nicht mehr mit dem aktuellen Kalender vereinen lässt. Ihr Grundstein an Repertoire umfasst Donna Anna (Don Giovanni), Pamina/Erste Dame (Die Zauberflöte), Alcina (Alcina), Polissena (Radamisto) als ganze Rollen. In der Accademia eignet sie sich derzeit höheres Koloraturrepertoire wie Lakmé (Délibes), Ophelia (Thomas) und Lucia di Lammermoor (Donizetti) an, sowie Oscar (Un ballo in maschera) als erste Verdi-Partie.